Business Evening in Baden: Österreich bereitet sich auf die EXPO 2027 in Belgrad vor
ÖSWF

In gut sechs Monaten öffnet in Belgrad die EXPO 2027. Für das Österreichisch-Serbische Wirtschaftsforum war das der Anlass, am 2. November 2026 zum Business Evening in das Casino Baden einzuladen. Mitveranstalterin war Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, im Saal trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Interessenvertretungen und Unternehmen.
Eine Weltausstellung vor der Haustür
Vom 15. Mai bis 15. August 2027 wird Belgrad zum Treffpunkt der Welt. Es ist die erste spezialisierte Weltausstellung am Westbalkan, das Motto lautet „Play for Humanity – Sport and Music for All“, erwartet werden mehr als vier Millionen Gäste. Für Österreich ist Serbien längst ein wichtiger Markt: Mehr als 800 österreichische Unternehmen sind dort tätig, die Warenexporte lagen 2025 bei rund 1,2 Milliarden Euro.
Niederösterreich und Serbien
Für Johanna Mikl-Leitner verbindet Niederösterreich und Serbien eine lange gemeinsame Geschichte, gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich. Ein Bindeglied ist die Donau, an der beide Partner etwa in der Arbeitsgemeinschaft der Donauländer zusammenarbeiten. Wer im Land investieren will, findet bei der „Taskforce Wirtschaft“ Unterstützung. Von der Weltausstellung erwartet sie viel: „In der Expo liegt sehr viel Potenzial, das wir gemeinsam nutzen können und werden.“
Den Abend eröffnete Olivier Scherlofsky für das Forum. Grußworte kamen von Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Niederösterreich, für die Serbien ein zentraler Partner der heimischen Industrie ist, und von Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, für den die EXPO ein „Turbo“ ist, ein großes Fenster, das sich jetzt öffnen kann.
Was die Unternehmen erwartet
In der Diskussionsrunde ging es um die nächsten Schritte. ÖSWF-Präsident Martin Kurschel sieht es als Aufgabe des Forums, die Möglichkeiten auf beiden Seiten zu erschließen. Vizepräsident Zoran Subašić rechnet damit, dass die vielen EXPO-Besucher neue Kontakte entstehen lassen. Simon Ortner, der im Amt der NÖ Landesregierung die Abteilung Internationale und Europäische Angelegenheiten leitet, erinnerte an die Zusammenarbeit im Donauraum, von der Arbeitsgemeinschaft der Donauländer bis zur EU-Donauraumstrategie. Eva-Maria Abpurg, Prokuristin bei Beyond Gravity Austria, beschrieb das Forum als erste Adresse für Unternehmer, die in der Region Fuß fassen wollen. Moderiert hat Paul Leitenmüller.
Der Österreich-Pavillon
Wie sich Österreich in Belgrad zeigen wird, erläuterte Alf Netek von der Wirtschaftskammer Österreich. Der Pavillon steht unter dem Motto „Join the Flow“. Im Zentrum fließt eine digitale Donau, eine begehbare Medieninstallation, die Industrie und Innovation mit Natur und Nachhaltigkeit verbindet. Gezeigt werden soll, was das Land wirtschaftlich, technologisch und kulturell zu bieten hat.
Für Unternehmen besonders interessant ist das Innovation Lab im Pavillon. Dort werden ausgewählte Entwicklungen abwechselnd präsentiert, gesucht sind etwa Lösungen aus künstlicher Intelligenz, Energie und Umwelt, Mobilität, Luft- und Raumfahrt oder Robotik. Bewerben können sich Start-ups und Ein-Personen-Unternehmen ebenso wie Mittelbetriebe, Konzerne und Hochschulen. Die Teilnahme kostet nichts, Einreichschluss ist der 29. November 2026, im Dezember wählt eine Fachjury aus.
Fotos vom Abend gibt es auf der Seite der Veranstaltung.
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