Für österreichische Unternehmen ist Serbien geografisch nah und wirtschaftlich anders. Die Nähe verleitet dazu, den Markt wie einen weiteren EU-Nachbarn zu behandeln — ein Fehler, der Projekte regelmäßig teurer und langsamer macht als geplant.
Serbien ist Beitrittskandidat, aber nicht Mitglied der Europäischen Union. Warenverkehr, Normen, Aufenthalts- und Arbeitsrecht folgen daher eigenen Regeln. Gleichzeitig gleicht sich die Rechtslage in vielen Bereichen schrittweise an europäische Standards an — was bedeutet, dass die Rahmenbedingungen von heute nicht die von übermorgen sein müssen.
Wer diesen Umstand einkalkuliert, findet einen Markt mit qualifizierten Fachkräften, wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und einem erheblichen Modernisierungsbedarf in Infrastruktur, Energie und Industrie.