Archive for the ‘Events’ Category

Einladung zum Vortrag

Posted on: September 8th, 2014 by Admin

„Das neue Serbien: Die bevorstehende Privatisierung von

502 Staatsbetrieben im Rahmen des neuen
Privatisierungsgesetzes”
von

Marijana Radovanović
Direktorin der serbischen Privatisierungsagentur

Ivana Ranković-Blažević
Direktorin der Abteilung für Privatisierungen

am
Dienstag, 23. September 2014 um 18:30 Uhr

im
Raum Austria, CMS Reich-Rohrwig Hainz
Gauermanngasse 2, A-1010 Wien

Im Anschluss an den Vortrag laden wir zu einem Buffet mit kleinen Spezialitäten und
Weinen aus Österreich und Serbien

Aufgrund beschränkter Platzkapazitäten ersuchen wir um Anmeldung bis 21.
September 2014 per Mail an info@oesw.org

In Kooperation mit

 Wirtschaftskammer-Serbien Botschaft der Republik Serbien
in der Republik Österreich

Präsident Nikolic trifft auf Einladung des ÖSW mit Vertretern österreichischer Unternehmen zusammen

Posted on: April 8th, 2014 by Admin

IMG_9595_largeDer Präsident der Republik Serbien, Tomislav Nikolić hat das Zusammentreffen mit Vertretern großer österreichischen Unternehmen genutzt, um die große Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Serbien und Österreich zu betonen: diese sei sehr wichtig für Serbien und gleichzeitig sehr nützlich für Österreich. Das Meeting wurde vom Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforum (www.oesw.org) veranstaltet. Der Präsident erwähnte außerdem, dass Serbien sehr schnell aber auch sehr ungeschickt die Privatisierung durchgeführt habe. Dieses Kapitel sei aber geschlossen und die Zeit sei gekommen um neue Möglichkeiten für künftige Investitionen zu schaffen.

Nikolić erklärte, dass die neue Regierung einen Subventionsfond für neue Investitionen definieren werde. Die Subventionen, die nicht nur für ausländische Investoren, sondern auch für die einhemischen gedacht sind, werden sich auf jede neu geschaffene Stelle beziehen. Serbien habe Gespräche mit der EU aufgenommen, die das Vorankommen der Verhandlungen kontrolliere. Dies heisst, dass Serbien vor 2020 wahrscheinlich kein Mitglied werden könne, es ist jedoch eine Garantie, dass die serbische Gesetzgebung mit jedem Tag dem europäischen Vorbild näher kommen, sowie dass man die Implementierung der verabschiedeten Gesetze verbessern werde.

Der Präsident erwähnte Probleme, die manche ausländischen Firmen haben, diese seien aber eine Folge ihrer Geschäftspolitik und nicht von Serbien verursacht. Der Staat wird sein Bestes tun, damit alle staatlichen Verwaltungsprozesse beschleunigt werden können.

Nikolić schätzte politische Verhältnisse in Serbien als stabil ein und betonte, dass es keine Gefahr bestehe, diese könnten sich zum Schlechteren wenden: „Alle Investoren werden mit der neuen Regierung sehr bald eine gemeinsame Sprache finden, falls sie in irgendeinem Bereich Probleme haben sollten. Der Staat ist sich dessen bewusst, dass die Bekämpfung der Koruption schnellstens erledigt sein muss; die verantwortlichen Funktionäre wissen was zu tun ist.“

An dem Zusammentreffen nahmen Vertreter der Baufirmen Porr und Strabag, der Raiffeisen und der Ersten Bank, der UNIQA Versicherung, sowie des Telekomunikationskonzerns Kapsch teil. Die Vertreter der österreichischen Unternehmen schätzten ihre Betriebsergebnisse in Serbien als erfolgreich ein und hoben die Möglichkeiten und das Potenzial der weiteren Kooperation hervor. Ivan Mrkić, Außenminister der Republik Serbien, Pero Janković, serbischer Botschaftler in Österreich und die Berater des Präsidenten waren ebenfalls anwesend.

Mehrheit für Vucics Partei in Serbien

Posted on: March 31st, 2014 by Admin

mehrheitEin großer Sieg für die SNS und die kleinen Parteien der in Serbien lebenden Minderheitengruppen

Die Ergebnisse sind seitens Wahlkommission bestätigt und es liegt nun offiziell ein berauschender Wahlsieg der Fortschrittspartei (SNS) von Aleksandar Vučić vor. Den Auszählungsangaben zufolge kommt die Partei auf 48,44 Prozent der Stimmen, wodurch eine absolute Mehrheit im Parlament gegeben ist. Das Belgrader Zentrum für freie Wahlen und Demokratie CESID verkündet des Weiteren eine Wahlbeteiligung von 53 Prozent, welche im Vergleich zu den Ergebnissen vor zwei Jahren doch geringer ausfällt.

Weitere Parteien, die sich Plätze im Parlament sichern konnten, sind die Demokratische Partei (DS) von Dragan Djilas und die Neue Demokratische Partei (NDS) von Boris Tadic. Die nationalkonservative Demokratische Partei Serbiens (DSS) würde derzeit laut derselben Quelle noch an der Fünf-Prozent-Schwelle liegen. Laut CESID konnten sich auch einige Parteien von Minderheitengruppen behaupten, zu welchen die Liga der Vojvodina-Ungarn von István Pásztor (neun Parlamentssitze), die muslimische Partei der Demokratischen Aktion (SDA) von Sulejman Ugljanin (drei Sitze) und die albanische Partei für Demokratische Aktion von Riza Halimi (zwei Sitze).

Serbiens Außenminister ist der neue Präsident der UNO-Vollversammlung

Posted on: June 15th, 2012 by Admin

Vuk JeremicIn einer Kampfabstimmung konnte sich der serbische Außenminister Vuk Jeremic letzten Freitag gegen den UNO-Botschafter Dalius Cekuolis mit 99 gegen 85 Stimmen durchsetzen. Die Amtszeit des 36-Jährigen Jeremic als Präsident der UNO-Vollversammlung beginnt mit September. Damit wird er ein Jahr lang hindurch die Kammer der 193 Mitgliedstaaten leiten sowie die einmal jährlich stattfindende Generaldebatte.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der Blick in die Vergangenheit, welcher daran erinnert, dass Serbien vor 20 Jahren generell von der UN ausgeschlossen wurde und sich nun geehrt fühlen darf, den Präsidenten der Vollversammlung stellen zu können. Zu verdanken sei das der proeuropäischen Politik Boris Tadics, welche insbesondere gute diplomatische Beziehungen mit den Ländern am Balkan anstrebte.

Trotz allem hagelte es zum Sieg des jungen Politikers vor allem aus Vilnius Kritik. Ursprünglich galt Cekuolis als Kandidat für das genannte Amt. Da Jeremics überraschende Kandidatur im Jänner, die nun von den Abstimmenden eindeutig bevorzugt wurde, für manch einen zu erfolgreich war, ließen Meinungen, denen zufolge Russlands offensive proserbische Wahlunterstützung für den Ausgang der Abstimmung ausschlaggebend war, nicht lange auf sich warten.

Das russische Außenministerium nahm zur politischen Kritik Stellung und ließ verlautbaren, dass der Erfolg Serbiens bei der Kampfabstimmung lediglich auf die professionelle,  internationale Beziehungsförderung des Landes zurückzuführen sei.

Boris Tadic bekräftigte nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses diese Meinung. Ihm zufolge sei der Sieg Jeremics die Bestätigung dessen, dass sich das Image Serbiens in seiner internationalen Stellung in den letzten Jahren eindeutig positiv gewandelt habe.

Nach den Wahlen = Vor den Wahlen: Serbien hält seinen Kurs Richtung EU

Posted on: May 12th, 2012 by Admin

parlament buildingNun ist es publik –  Die bisher regierende Demokratische Partei (DS) von Präsident Boris Tadic wird höchstwahrscheinlich  die Koalition mit der Sozialistischen Partei (SPS), die ihre Stimmen auf 14,5 Prozent fast verdoppeln konnte, sowie mit der Pensionistenpartei (PUPS) und der Partei “Einheitliches Serbien” weiterführen.  Zwar konnte Tomislav Nikolic 29,20 Prozent der Stimmen für seine Fortschrittspartei (SNS) gewinnen und liegt damit de facto vor dem Wähleranteil der  DS, die 26,80 Prozent erreicht hat, jedoch sieht sich die SNS vor der nicht zu meisternden Hürde, eine Partei als Partner zur Koalition zu bewegen.

Unabhängig vom Koalitionsergebnis steht jedoch für die beiden führenden Parteien gleichermaßen fest, den Weg Richtung EU beizubehalten und die internationale Zusammenarbeit zu stärken.

Deutliche Unklarheit herrscht noch in Bezug auf die ebenfalls stattgefundenen Präsidentschaftswahlen. Die knappe Stimmmehrheit Tadics (25,31 Prozent zu 25,05 Prozent) zieht nun eine Wiederwahl am 20. Mai nach sich. Motiviert durch die zu erwartenden erneute Koalitionsbildung mit der DS als Kern der Regierung wird jedoch der Wahlsieg Tadics prognostiziert.

Stimmberechtigt waren zum Wahltag etwa 7 Mio. Bürger. Gemutmaßt wurde im Vorhinein aufgrund der schlechten innerstaatlich wirtschaftlichen Lage eine geringe Wahlbeteiligung, doch entgegen dieser Vermutung folgten mehr als 57 Prozent der Berechtigten der Wahlaufforderung, was einer Teilnahmesteigerung von drei Prozent im Vergleich zu den vergangenen Wahlen entspricht.

Kritisiert wird jedoch die geringe Wahlbeteiligung der im Ausland vertretenen serbischen Staatsbürger. Dem womöglich vorhandenen politischen Beteiligungsinteresse stehen Zugangsprobleme entgegen. Die immerhin geschätzten 3 Millionen Serben mit Aufenthalt in der Diaspora sehen sich kaum in das Wahlprocedere eingebunden.

Fazit zur Veranstaltung – “Serbien vor den Wahlen: Der Kampf gegen organisierte Kriminalität und Korruption”

Posted on: May 4th, 2012 by Admin

Im Zuge der anstehenden Wahlen in Serbien beleuchtet das Österreichisch-Serbische Wirtschaftsforum nicht das Werben um jede einzelne Wählerstimme und den parteiischen Kämpfergeist – Nein, das ÖSW geht dem Thema nach, das den Kern der wirtschaftlichen und politischen Problematik in Serbien trifft – Kriminalität und Korruption.

Das ÖSW lud aus gegebenem Anlass am 26.4. zum Business-Breakfast ins Hotel Sacher, um seinen Mitgliedern und anderen Interessierten Zuhörern die genannte Thematik näherzubringen.
Herr Slobodan Homen, Staatssekretär im Justizministerium der Republik Serbien, nahm sich Zeit, um die Tatsachen bezüglich bestimmter Verbrechen zu analysieren und dementsprechend die vorgenommenen Maßnahmen zu veranschaulichen, die unter der Regierung des bisherigen Staatspräsidenten, Dr. Boris Tadić, gegen strafrechtliche Tatbestände zum Tragen gekommen sind.
Zweifelsohne brachte die noch gegenwärtige Legislaturperiode einen positiven Einbruch in das Netz aus Kriminalität und Korruption mit sich.

Die Implementierung einer Justizreform auf EU-Standard brachte durch bilaterale Kooperationen insbesondere im Kampf gegen den Drogenhandel bemerkenswerte Erfolge mit sich.
Herrn Homens Vortrag veranschaulichte das Engagement der Republik Serbien im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Man hat sich im aufstrebenden Serbien eindeutige Ziele gesetzt, die couragiert verfolgt werden, um die Attraktivität des Staates als Wirtschaftspartner für andere Nationen, aber mehr noch, um eine innerstaatliche gesellschaftliche, rechtliche Balance zu gewährleisten.

Es bleibt abzuwarten, ob dieser positive Kurs beibehalten wird. Fest steht jedoch, dass in Serbien eine großartige Motivation zur gesellschaftlichen Stabilisierung aber auch Veränderung zu vernehmen ist. Presentation Vienna 2012

Fazit zur Veranstaltung “Serbien auf dem Weg in die EU?!”

Posted on: November 19th, 2011 by Admin

Für die Gäste der vergangenen ÖSW-Veranstaltung außer Frage – Der Weg wurde längst beschritten und obwohl einer Mitgliedschaft in der EU noch einiges bevorsteht, war unter den Gästen des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums eine äußerst positive, optimistische Einstellung wahrnehmbar.

Nach den Eröffnungsreden seitens Uniqa-Gastgeber Zoran Visnjic und ÖSW-Präsident Dr.Radivoje Petrikic folgten die erkenntnisreichen Vorträge von Dr. Milica Delevic, Leiterin des “EU Integration Office” in Belgrad und des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Balkan des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament – Dr. Hannes Swoboda.

Die Gäste der Veranstaltung hatten die Möglichkeit in dem geschmackvollen, neuen Ambiente des Uniqa Towers aus der detailierten Präsentation Frau Delevics zu erfahren, welche Maßnahmen zur Erreichung des Kandidatenstatus Serbiens innerhalb der Europäischen Union bereits gesetzt wurden und welche positiven wirtschaftsspezifischen Errungenschaften Serbien im Zuge der Etablierung des Interimabkommens vorweisen kann. Im Zuge dessen wurden auch die makroökonomischen Faktoren dieses Jahres sowie der vergangenen zwei Jahre vor dem Hintergrund der Auswirkungen der letzten Wirtschaftskrise dargestellt. Vor allem ging Frau Delevic aber auch ausführlich auf den nationalen Plan zur Integration Serbiens in die EU ein und veranschaulichte die Gründe, die aus der Sicht der EU-Kommission in Bezug auf Serbien für den Vorschlag zur Ernennung als Beitrittskandidat sprachen. Eine funktionierende Marktwirtschaft und der Erhalt der makroökonomischen Stabilität trotz krisenbehafteter Zustände, verdeutlichten der Kommission die Notwendigkeit des Erteilens des Beitrittskandidatenstatus bzw. nach gegenwärtiger Situation – der Vorschlag des Erteilens des Beitrittskandidatenstatus.

Anschließend wurde einem der Brüsseler Blickwinkel durch Herrn Swobodas Rede veranschaulicht. In seinem erkenntnisreichen, prägnanten Vortrag verwies er auf die Parallelen der serbischen Integration zu jener der kroatischen und erklärte, dass er durch sein Bemühen auch neben der Anerkennung Kosovos durch Österreich für die Mitgliedschaft Serbiens in der EU plädiert. Seiner Meinung nach sei die Kosovo-Frage eine zu sensible, als dass man in dieser Hinsicht auf eine rasche Lösung drängen sollte. Man müsse der Frage die Möglichkeit bieten, sich selbst zu entfalten und währenddessen den Fokus auf andere wirtschaftliche und rechtliche Ansatzpunkte zur Annäherung an die EU zu rücken. Zudem wurden auch die Bemühungen des serbischen Präsidenten Boris Tadic gewürdigt und angemerkt, dass die Erfolge in der Restrukturierung der innerstaatlichen Angelegenheiten auch positive Auswirkungen auf die bilaterale Beziehung zwischen Österreich und Serbien haben und in steigendem Ausmaß haben werden.

Besonders eindringlich erklärte Herr Swoboda zudem, dass die Ernennung zum Beitrittskandidaten für Serbien insbesondere als Motivator für weitere wirtschaftliche und rechtsstaatliche Maßnahmen von großer Bedeutung ist.

Im Anschluss an die Vorträge standen die beiden Gastredner den Publikumsfragen Rede und Antwort. Es wurden unter anderem Parallelen zwischen der Südtirol-Angelegenheit und der Kosovo-Frage  gezogen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Serbien zwar noch ein langer Weg bis zur Mitgliedschaft in der EU bevorsteht, dass aber die Denkweise unserer Gäste in Bezug auf Serbien schon überaus europäisch gestimmt ist.

Präsentation – Milica Delevic

Das Österreichisch-Serbische Wirtschaftsforum lädt zur Veranstaltung “Serbien auf dem Weg in die EU?”

Posted on: November 5th, 2011 by Admin

Es erwarten sie Vorträge mit anschließender Publikumsdiskussion von
Milica Deleviæ, Leiterin des “EU-Integration Office” der Republik Serbien und
MEP Dr. Hannes Swoboda, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Balkan des Ausschusses
für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, zur wirtschaftlichen
und politischen Entwicklung Serbiens aus Belgrader und Brüsseler Sicht.

zur Einladung: Einladung zur ÖSW-Veranstaltung

Rezension zur ersten Sommerveranstaltung des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums

Posted on: July 7th, 2011 by marijav

Sie sind…? Ich bin…! – über das ÖSW-Networking, Sommerfestlichkeiten und die serbische Polit-Prominenz

„Ein Leben ohne Feste ist wie eine Reise ohne Gasthaus“

(Demokrit)

In diesem Sinne feierte das Österreichisch-Serbische Wirtschaftsforum am 30. Juni im Seminarhotel Parkschlössl das erste Sommerfest seit seinem jungen Bestehen.

Voller Freude darf nun der Präsident des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums, Radivoje Petrikić, auf eine gut besuchte Veranstaltung zurückblicken, deren Intention es vor allem war ÖSWler und solche, die es werden wollen oder einfach die Mission dieses Vereins schätzen, aufeinander treffen zu lassen, um das Gedankengut zur Förderung bilateraler wirtschaftspolitischer Angelegenheiten zwischen Österreich und Serbien auszuweiten.

Aber neben dieser Grundlage, auf der ÖSW-Veranstaltungen basieren, galt es natürlich vor allem das erfolgreiche Bestehen des Vereins zu feiern und die Möglichkeit wahrzunehmen, Vertreter verschiedener Branchen in Bekanntschaft zu bringen.

Denn im Großen und Ganzen ist es für einen Verein, in dieser Größenordnung und mit seiner Mission notwendig aber auch mehr als vorteilhaft eine Grundlage für erfolgreiches Networking zu schaffen, um den Erfolg zukünftiger Veranstaltungen und Projektrealisierungen sicherzustellen.

Neben diesen Networking-Aspekten war im Zusammenhang mit dem Sommerfest natürlich der Auftritt des serbischen Wirtschaftsministers, Nebojša Ćirić,  in aller Munde. Die Gäste waren gespannt, manche hatten Zweifel am tatsächlichen Erscheinen des Ministers oder waren einfach neugierig, auf den Auftritt einer bekannten politischen Persönlichkeit aus Serbien. Der Minister nahm sich schlussendlich Zeit um erstmals an einer ÖSW-Veranstaltung teilzunehmen, sie gekonnt und eloquent zu eröffnen und die Funktion des ÖSWs damit zu untermalen. Neben dem Wirtschaftsminister glänzte die Veranstaltung auch durch eine Fülle an weiteren vielsagenden Namen. Zu erwähnen wären zwei serbische Staatssekretäre, Dragijana Radonjić-Petrović, die dem ÖSW zum zweiten Mal die Ehre erwies, an einer seiner Veranstaltungen teilzunehmen, sowie Branislav Zec. In bester Gesellschaft waren auch Vladimir Cvetković, Direktor der Privatisierungsagentur, und Božidar Laganin, Direktor der SIEPA.

Auf eine besondere Eröffnung folgte schließlich auch eine besondere Veranstaltung. Die eigens aus Belgrad angereiste Band sorgte mit internationalen englischen, aber auch dem einen oder anderen serbischen Musiktitel für eine heitere, angenehme  Stimmung, welche nicht einmal das kontroverse Sommerfestwetter dämpfen konnte.

Zusammengefasst fällt die Rezension zum ersten ÖSW-Sommerfest mehr als positiv aus, was sowohl, das ÖSW-Team als auch die Vereinsmitglieder und Gäste freuen wird.

Im Übrigen freut sich das Team jederzeit über Feedback, um auch mit zukünftigen Veranstaltungen den Vorstellungen der Gäste gerecht zu werden.

Rückblick auf die zweite Veranstaltung des ÖSW

Posted on: March 24th, 2011 by rpetrikic

Ob Donau, Dunaj, Duna, Dunav, Dunărea oder Dunay – die Donauraumstrategie verbindet

Das Österreichisch-Serbische Wirtschaftsforum blickt mehr als zufrieden auf einen erkenntnisreichen, zahlreich besuchten, aber auch amüsanten Diskussionsabend zurück.
Die serbische Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft und regionale Entwicklung, Dragijana Radonjic-Petrovic, eröffnete die Disksussion mit einer außerordentlichen Professionalität und einer Fülle an Informationen zur Donauraumstrategie, aber auch zur bilateralen Beziehung zwischen Österreich und Serbien. Sie präsentierte den Donauraum bzw Serbien nicht nur von seiner wirtschaftspolitischen Seite, sondern führte auch die kulturellen und umweltbezogenen Aspekte vor Augen. Sie verdeutlichte die Notwendigkeitder Steigerung der Investitionen in dieses Gebiet.

Die Donauraumstrategie trifft in Österreich als auch Serbien gleichermaßen auf großes Interesse und Tatendrang. Es sind nicht nur die Großunternehmer, die ihre Marktmacht und ihren Einfluss einsetzen wollen, um die noch vagen Pläne in Zusammenhang mit der Strategiein handfeste Vorhaben umzusetzen. Während der Diskussion meldete sich einer der zahlreichen Gäste mit der Frage zu Wort, ob er denn auch mit seinem selbständig geführten Kleinbetrieb die Möglichkeit hätte, den Donauraum mitzugestalten bzw. an der Veränderung teilzunehmen. Diskutantin Dipl. -Ing. MSc Alexandra Vogl (TINA VIENNA – Urban Technologies &Strategies, Geschäftsführerin) bekräftigte daraufhin die Tatsache, dass der Handlungsspielraum auch Klein- und Mittelbetreiben zur Verfügung stehe – am nötigen Zugang zur Veränderung sollte die Donauraumstrategie offenbar nicht scheitern.

Der Wille, etwas zu verändern ist offensichtlich im Übermaß vorhanden, doch die teils kritischen Worte seitens Diskutanten Dr. Erhard Busek (Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Vorstandsvorsitzender) warnen vor übermütigen Projektideen und großem Wunschdenken. Man solle stattdessen kleine Pläne entwickeln, diese aber zur Gänze umsetzen, denn es kommt im Endeffekt nicht auf großen Tatendrang, sondern auf eine große, zur Schau gestellte, Umsetzungskraft an. Der Moderator der Veranstaltung, Michael Laczynski (Außenpolitik-Chef des Wirtschaftsblatts), entlockte auf seine gekonnte Art auch den beiden anderen Diskussionsteilnehmern, Dr. Mario Holzner (Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche, Ökonom) und Dr.Georg Pammer (Siemens AG Österreich, Head of Siemens One and Regional Cluster Management), ihre Meinung zum Entwicklungspotenzial Serbiens und zum breit gefächerten Aktionsplan der Donauraumstrategie. Die Meinungen der Experten führten sowohl den weiten Weg Serbiens in die EU vor Augen als auch die Standhaftigkeit der Republik zu Zeiten der Wirtschaftskrise von 2008.

Summa Summarum schließen wir aus der Diskussion, dass Serbien ein großes ungenutzetes Wandlungspotenzial aufweist, das für die Umsetzung der Donauraumstrategie von maßgeblicher Bedeutung ist und den Plan sowohl wirtschaftspolitisch als auch kulturell bereichern würde.

Dr. Radivoje Petrikic, Präsident des ÖSW