Präsident Nikolic trifft auf Einladung des ÖSW mit Vertretern österreichischer Unternehmen zusammen

IMG_9595_largeDer Präsident der Republik Serbien, Tomislav Nikolić hat das Zusammentreffen mit Vertretern großer österreichischen Unternehmen genutzt, um die große Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Serbien und Österreich zu betonen: diese sei sehr wichtig für Serbien und gleichzeitig sehr nützlich für Österreich. Das Meeting wurde vom Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforum (www.oesw.org) veranstaltet. Der Präsident erwähnte außerdem, dass Serbien sehr schnell aber auch sehr ungeschickt die Privatisierung durchgeführt habe. Dieses Kapitel sei aber geschlossen und die Zeit sei gekommen um neue Möglichkeiten für künftige Investitionen zu schaffen.

Nikolić erklärte, dass die neue Regierung einen Subventionsfond für neue Investitionen definieren werde. Die Subventionen, die nicht nur für ausländische Investoren, sondern auch für die einhemischen gedacht sind, werden sich auf jede neu geschaffene Stelle beziehen. Serbien habe Gespräche mit der EU aufgenommen, die das Vorankommen der Verhandlungen kontrolliere. Dies heisst, dass Serbien vor 2020 wahrscheinlich kein Mitglied werden könne, es ist jedoch eine Garantie, dass die serbische Gesetzgebung mit jedem Tag dem europäischen Vorbild näher kommen, sowie dass man die Implementierung der verabschiedeten Gesetze verbessern werde.

Der Präsident erwähnte Probleme, die manche ausländischen Firmen haben, diese seien aber eine Folge ihrer Geschäftspolitik und nicht von Serbien verursacht. Der Staat wird sein Bestes tun, damit alle staatlichen Verwaltungsprozesse beschleunigt werden können.

Nikolić schätzte politische Verhältnisse in Serbien als stabil ein und betonte, dass es keine Gefahr bestehe, diese könnten sich zum Schlechteren wenden: „Alle Investoren werden mit der neuen Regierung sehr bald eine gemeinsame Sprache finden, falls sie in irgendeinem Bereich Probleme haben sollten. Der Staat ist sich dessen bewusst, dass die Bekämpfung der Koruption schnellstens erledigt sein muss; die verantwortlichen Funktionäre wissen was zu tun ist.“

An dem Zusammentreffen nahmen Vertreter der Baufirmen Porr und Strabag, der Raiffeisen und der Ersten Bank, der UNIQA Versicherung, sowie des Telekomunikationskonzerns Kapsch teil. Die Vertreter der österreichischen Unternehmen schätzten ihre Betriebsergebnisse in Serbien als erfolgreich ein und hoben die Möglichkeiten und das Potenzial der weiteren Kooperation hervor. Ivan Mrkić, Außenminister der Republik Serbien, Pero Janković, serbischer Botschaftler in Österreich und die Berater des Präsidenten waren ebenfalls anwesend.