Serbien und Kosovo im Einigungsprozess

Serbien und Kosovo im EinigungsprozessAuf dem Weg in Richtung EU gehen beide Staaten kompromissbereite Wege. Ein Vertrag soll diese Annäherung zusätzlich bekräftigen.

Aus Straßburg bestätigte die EU-Außenkommissarin die Erfolge im beiderseitigen Annäherungsprozess zwischen Serbien und dem Kosovo. Man hätte mit dem positiven Abschluss der Verhandlungen eine wichtige Hürde in Bezug auf den zukünftigen Eintritt in die EU gemeistert.

Der Erfolg des politischen Dialogs zwischen dem serbischen Regierungschef Ivica Dacic und dessen kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaci wurde durch einen Vertrag zur Gewährleistung eines weiterhin bestehenden gemeinsamen Diskurses bekräftigt.

Dieser Vertrag soll eine Garantie darstellen, die der gegenseitigen Blockade im Annäherungsprozess an die EU entgegenwirkt und die Minderheitenrechte im Kosovo klärt.
Das Abkommen zwischen Serbien und dem Kosovo bedeutet Einigung in beiderseitigem Interesse, zumal dadurch einerseits die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, dass Serbien die Zustimmung für den Beginn der Beitrittsverhandlungen in die Europäische Union erhält und andererseits dem Kosovo ein Assoziierungsabkommen mit der EU zur Stärkung der wirtschaftlichen Implementierung auf kontinentaler ermöglicht wird.

Mit der Umsetzung des Abkommens geht jedoch auch eine strikte Umsetzungsvoraussetzung einher und noch ist nicht zur Gänze geklärt, ob sich die Kosovo-Serben zukünftig neben der ihnen zugesagten Autonomie auch auf die Integration in den Kosovo-Staatsverband berufen werden.

Vielerorts in Europa wurde währenddessen die erwartungsvolle Position geäußert, die einerseits an einen gewissen Vorbehalt geknüpft ist, aber andererseits vor allem Zufriedenheit über das gemeinsam gefundene Wort äußert.