EU-Kommission spricht sich für Serbien als Beitrittskandidaten aus

Serbien kann nun auf seinem langen Weg hin zum EU-Mitglied einen weiteren wichtigen Schritt verzeichnen. Die EU-Kommission will Serbien unter der Voraussetzung der Wiederaufnahme eines Dialogs zwischen Belgrad und Pristina den Status eines Beitrittskandidaten verleihen.

Der Kommission  zufolge wäre die offizielle Ernennung Serbiens zum Beitrittskandidaten in Anbetracht der verzeichneten Fortschritte im Bereich des Rechtsstaates nur verständlich.

Trotz jüngster innerstaatlicher Bemühungen verlangt die EU-Kommission dennoch nach erfolgversprechenden Gesprächen mit Kosovo. Die endgültige Erteilung des Kandidatenstatus soll erst dann erfolgen, wenn signifikante Fortschritte in Bezug auf die Normalisierung der Beziehung zum Kosovo erkennbar sind. Die EU will von Serbien eine regionale Kooperation und die Achtung der Bestimmungen des Energiegemeinschaftsabkommens  im Einklang mit den Konditionen des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens, sowie Lösungsvorschläge in Bezug auf die Telekommunikation, die Akzeptanz ausländischer Diplome,  die weitere erfolgreiche Implementierung  gefasster Beschlüsse als auch einer Kooperation mit der EULEX in Kosovo Belangen erwartet.

Über die offizielle Ernennung Serbiens zum Beitrittskandidaten wird die EU-Kommission im Dezember dieses Jahres diskutieren.