Telekom-Verkauf scheitert in Serbien

Nebojša ĆirićDer serbische Wirtschaftsminister, Nebojsa Ciric, erklärt die Verhandlungen für „null und nichtig“. Den geforderten Mindesterlös von 1,4 Milliarden € wollte die TA nicht aufbringen – die Folge: Ausgabe einer „Volksaktie“

51% der Aktien des Telekomkonzerns in Serbien wurden für die Telekom Austria zum unerreichbaren Ziel. Wirtschaftsminister, Nebojsa Ciric, erklärt in Bezug auf die weitere Vorgehensweise, dass 31% der zum Verkauf angebotenen Anteile an Bürger (15%), ehemalige Telekom Srbija Mitarbeiter und Pensionisten (6,5%) verschenkt werden sollen.

Der verfallene Verkauf stellt für die TA eine herbe Enttäuschung dar. Die 1,4 Milliarden €, die die TA nicht investieren wollte, hätten die Marktführerschaft am Balkan bedeutet.

Die Verteilung der Volksaktie gegen Ende des Sommers hat nun für serbische Entscheidungsträger Vorrang.

Auch die Fragen zur Handhabung des 20%-Anteils des griechischen OTE stehen offen im Raum.

Wer in diesem Zusammenhang als klarer Gewinner hervorgeht ist wohl die Telekom-Gewerkschaft. Diese hat sich bereits zu Beginn der Verhandlungen gegen den Verkauf des  Mehrheitsanteils ausgesprochen.