Serbien setzt einen weiteren Schritt in Richtung EU

Wien – Der serbische Botschafter Milovan Božinović zeigt sich sichtlich erfreut und auch seitens österreichischer Nationalratsabgeordneter ist eine positive Stimmung wahrnehmbar.

Der Beschluss des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens wurde im Plenum applaudiert und initiiert zukünftig die Beschleunigung der Integration Serbiens in die Europäische Union. Des Weiteren trägt das SAA maßgeblich zur Stabilität in der Region und zur Kooperation zwischen den Ländern des Westbalkans bei.

Mag. Johann Maier, Dr. Radivoje Petrikic

Mag. Johann Maier, Dr. Radivoje Petrikic

Laut Nationalratsabgeordnetem Johann Maier war vor allem Serbiens positive Entwicklung im Zusammenhang mit der Suche nach Kriegsverbrechern wie Ratko Mladić und Goran Hadžić als auch der diplomatische Fortschritt zum kritischen Thema „Resolutionstext zur Kosovo-Frage“ für den Beschluss des Abkommens unter den stets wachenden Augen des Internationalen Strafgerichtshofs ausschlaggebend.

Generell wird die Heranführung Serbiens an ein modernes Europa als besonders wichtige Notwendigkeit erachtet, um die Glaubwürdigkeit der EU vor allem gegenüber der Jugend in Südosteuropa zu stärken.

Vielfach wurde auch auf die positive Auswirkung des SAA  im Hinblick auf bereits bestehende und zukünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Serbien und Österreich hingewiesen. Als Hauptinvestor sei es laut FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache für Österreich wichtig, die Bedeutung Serbiens als noch fehlenden Teil der Donau-EU-Binnenfluss-Politik nicht außer Acht zu lassen.

ÖVP-Abgeordnete Ursula Plassnik bekräftigt in ihrer Ansprache zudem die Bedeutung des ratifizierten Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens als Ereignis mit historischer Dimension. Denn die  Unterzeichnung des Abkommens im April 2008 sei mitunter dafür ausschlaggebend gewesen, dass die pro-europäische Demokratische Partei die serbischen Parlamentswahlen im Mai 2008 für sich entscheiden und Präsident Boris Tadić im Zuge dessen dem Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der EU ein Ende bereiten konnte.

Plassnik sieht zudem die EU als Mutmacher für die Förderung der serbisch-kosovarischen Beziehungen und bekräftigt die Signifikanz der Etablierung eines produktiven Dialogs.

SPÖ-Abgeordneter Kurt Gartlehner meint zuletzt über die serbische Nation selbst: „ Diese tüchtigen Menschen können wir als gemeinsame Basis nutzen, von der wir bei gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklungsstrategien profitieren werden.“

Mag. Johann Maier, Dr. Josef Cap, Dr.Radivoje Petrikic, Dr. Ursula Plassnik

Mag. Johann Maier, Dr. Josef Cap, Dr.Radivoje Petrikic, Dr. Ursula Plassnik

v.l.n.r.: Mag. Barbara Prammer, Mag. Johann Maier, Botschafeter Milovan Bozinovic

v.l.n.r.: Mag. Barbara Prammer, Mag. Johann Maier, Botschafeter Milovan Bozinovic